Im Bezirk Wandsbek leben rund 456.000 Menschen. Damit ist Wandsbek der mit Abstand bevölkerungsreichste der sieben Hamburger Bezirke und stellt fast jeden vierten Hamburger.1 Der Bezirk wächst seit Jahren langsam, ist im Schnitt älter als der Rest der Stadt und reicht von dicht bebauten Wohnvierteln nahe der City bis zu den grünen Walddörfern im Nordosten.
Dieser Beitrag bündelt die wichtigsten Eckdaten zu Bevölkerung, Entwicklung, Altersstruktur und Herkunft im Bezirk Wandsbek. Eine kompaktere Zahlenübersicht findest du in unserer Wandsbek-Statistik, einen Überblick über die einzelnen Quartiere unter Stadtteile in Wandsbek.
- Wandsbek-Demografie auf einen Blick
- Wie viele Menschen leben in Wandsbek?
- Wächst, stagniert oder schrumpft Wandsbek?
- Die 18 Stadtteile Wandsbeks nach Einwohnern
- Wie dicht wohnt Wandsbek?
- Altersstruktur: Wer ist wie alt in Wandsbek?
- Internationaler geworden: Migration in Wandsbek
- Was sagt die Bevölkerungsprognose?
- Ausblick
- Quellen
Wandsbek-Demografie auf einen Blick
- Einwohner aktuell: rund 456.000 (größter Bezirk Hamburgs)
- Anteil an Hamburg: knapp 24 Prozent der Stadtbevölkerung
- Wachstum 2017 bis 2024: rund 6 Prozent
- Fläche: 147,6 Quadratkilometer, Bevölkerungsdichte rund 3.090 Einwohner je Quadratkilometer
- Durchschnittsalter: höchstes unter allen Hamburger Bezirken (Hamburg gesamt rund 42 Jahre)
- Migrationshintergrund: rund 38 bis 39 Prozent (unter dem Hamburger Schnitt)
- Stadtteile: 18, vom 95.000-Einwohner-Stadtteil Rahlstedt bis zum Dorf Wohldorf-Ohlstedt
Wie viele Menschen leben in Wandsbek?
Mit 456.412 Einwohnern (Melderegister, Stand 31. Dezember 2024) ist Wandsbek der bevölkerungsreichste der sieben Hamburger Bezirke und liegt damit klar vor Hamburg-Mitte, Altona oder Eimsbüttel.1 Ende 2023 waren es 455.185 Menschen, 2017 noch knapp 430.000. Der Bezirk wächst also stetig, aber in vergleichsweise ruhigem Tempo.
Einwohnerentwicklung des Bezirks Wandsbek, 2002 bis 2024 (Hamburger Melderegister, gerundet). Quelle: Statistikamt Nord.
Im langfristigen Verlauf zeigt sich ein klarer, aber gemäßigter Aufwärtstrend. 2002 zählte der Bezirk rund 408.000 Menschen, 2012 knapp 416.000, 2017 rund 430.000 und seit 2022 mehr als 453.000.2 Der spürbare Sprung zwischen 2017 und 2022 hängt eng mit der allgemeinen Zuwanderung nach Hamburg und der Fluchtmigration ab 2015 und 2022 zusammen. Seitdem wächst der Bezirk weiter, aber in kleineren Schritten.
Wächst, stagniert oder schrumpft Wandsbek?
Wandsbek wächst. Über die vergangenen rund sieben Jahre liegt das Plus bei etwa sechs Prozent, getragen vor allem von Zuzug. Phasen echter Schrumpfung gab es in den letzten zwei Jahrzehnten nicht. Im Hamburger Vergleich entwickelt sich der Bezirk eher ruhig: Viele Quartiere sind durch Einfamilienhäuser und gewachsene Wohnlagen geprägt, in denen sich die Einwohnerzahl kaum sprunghaft verändert.
Innerhalb des Bezirks ist das Wachstum sehr ungleich verteilt. Die großen, dicht besiedelten Stadtteile im Süden und Westen legen anders zu als die ruhigen Walddörfer im Nordosten, wo Fläche und Bebauungsdichte enge Grenzen setzen.
Die 18 Stadtteile Wandsbeks nach Einwohnern
Wandsbek besteht aus 18 Stadtteilen und ist damit nach Hamburg-Mitte der Bezirk mit den zweitmeisten Stadtteilen.3 Die Spannweite ist enorm: Rahlstedt ist mit fast 96.000 Einwohnern größer als manche deutsche Großstadt, während im Walddorf Wohldorf-Ohlstedt nicht einmal 5.000 Menschen leben. Die folgende Tabelle zeigt die sieben größten Stadtteile (Stand 31. Dezember 2024).
| Stadtteil | Einwohner |
|---|---|
| Rahlstedt | 95.836 |
| Bramfeld | 53.543 |
| Farmsen-Berne | 39.266 |
| Wandsbek (Stadtteil) | 38.397 |
| Jenfeld | 29.391 |
| Poppenbüttel | 24.598 |
| Sasel | 24.287 |
Der namensgebende Stadtteil Wandsbek liegt mit rund 38.000 Einwohnern auf Platz vier und ist deutlich dichter bebaut als der Bezirksdurchschnitt. Eine ausführliche Karte aller Quartiere findest du in unserem Beitrag Stadtteile in Wandsbek.
Wie dicht wohnt Wandsbek?
Mit 147,6 Quadratkilometern ist Wandsbek flächenmäßig der zweitgrößte Hamburger Bezirk. Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von rund 3.090 Einwohnern je Quadratkilometer.3 Dieser Durchschnittswert verdeckt allerdings große Unterschiede: In den citynahen Vierteln wie Eilbek wohnen die Menschen sehr eng, in den Walddörfern Wohldorf-Ohlstedt, Duvenstedt oder Lemsahl-Mellingstedt dagegen ausgesprochen locker.
Altersstruktur: Wer ist wie alt in Wandsbek?
Wandsbek ist der Bezirk mit dem höchsten Durchschnittsalter in Hamburg.4 Hamburg insgesamt gilt mit rund 42 Jahren als jüngste Großstadt Deutschlands; Wandsbek liegt darüber.5 Hinter diesem Schnitt steht ein deutliches Innen-Außen-Gefälle: Während die dicht bebauten Viertel nahe der City jünger sind, leben in den wohlhabenden Walddörfern und den gewachsenen Einfamilienhausgebieten viele ältere Menschen.
Eine exakte, einheitliche Altersgliederung für den Gesamtbezirk veröffentlicht das Statistikamt Nord vor allem auf Stadtteilebene. Die folgenden Größenordnungen ordnen Wandsbek im Verhältnis zu Hamburg ein und sind als Näherung zu lesen.
| Merkmal | Bezirk Wandsbek | Hamburg gesamt |
|---|---|---|
| Durchschnittsalter | höchster Wert aller Bezirke | rund 42 Jahre |
| Einwohner | 456.412 | rund 1,91 Mio. |
| Anteil an Hamburg | knapp 24 % | 100 % |
Die Alterung trifft Wandsbek früher und stärker als andere Hamburger Bezirke. Für Pflege, barrierefreies Wohnen und ärztliche Versorgung bedeutet das schon heute spürbaren Handlungsdruck, vor allem in den Walddörfern und den älteren Reihenhausvierteln.
Internationaler geworden: Migration in Wandsbek
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund lag im Bezirk Wandsbek Ende 2024 bei 38,6 Prozent, das entspricht rund 176.000 Personen. Ein Jahr zuvor waren es 37,6 Prozent.6 Damit liegt Wandsbek unter dem Hamburger Mittel und gehört zusammen mit Hamburg-Nord und Eimsbüttel zu den Bezirken mit vergleichsweise niedrigem Anteil.
Auch hier ist das Bild im Bezirk sehr unterschiedlich. In den citynahen Stadtteilen und den großen Wohnsiedlungen wie Steilshoop oder Jenfeld ist der Anteil deutlich höher, in den Walddörfern im Nordosten dagegen niedrig. Wie sich das auf Wohnkosten auswirkt, beleuchten wir im Mietspiegel für Wandsbek und in den Lebenshaltungskosten.
Was sagt die Bevölkerungsprognose?
Das Statistikamt Nord rechnet in seiner kleinräumigen Bevölkerungsprognose damit, dass Wandsbek bis 2040 auf rund 471.000 Einwohner wächst.7 Gegenüber dem Basisjahr 2022 entspricht das einem Plus von etwa vier Prozent, also einem moderaten, stetigen Anstieg ohne große Sprünge.
| Jahr | Einwohner (Prognose) |
|---|---|
| 2022 (Basis) | 453.086 |
| 2025 | rund 461.000 |
| 2030 | rund 467.000 |
| 2040 | rund 471.000 |
Gleichzeitig altert die Bevölkerung weiter. Da Wandsbek schon heute der älteste Bezirk Hamburgs ist, wachsen vor allem die höheren Altersgruppen, während der Zuwachs bei den Jüngeren stark vom Wohnungsneubau in den dichteren Stadtteilen abhängt.
Hinweis zur Methodik
Die Zahlen basieren auf dem Hamburger Melderegister und den Veröffentlichungen des Statistikamts Nord (Stadtteil-Datenbank, Statistische Berichte zur Bevölkerung, kleinräumige Bevölkerungsprognose). Werte gerundet, Stichtag in der Regel 31. Dezember. Angaben für den Gesamtbezirk und einzelne Stadtteile können je nach Quelle und Stichtag leicht abweichen.
Ausblick
Wandsbek bleibt auf absehbare Zeit der größte Bezirk Hamburgs und dürfte bis 2040 in Richtung 471.000 Einwohner wachsen. Das Tempo ist gemäßigt, der Charakter zwischen citynahen Wohnvierteln und ruhigen Walddörfern bleibt erhalten. Die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre ist weniger das Wachstum selbst als der Umgang mit einer älter werdenden Bevölkerung in einem ohnehin schon alternden Bezirk.