Wer in Wandsbek wohnt, kennt die Schlagzeilen über Schlägereien rund um den Wandsbeker Markt, Einbruchsserien in den Walddörfern oder Ladendiebstahl in den Quarree-Passagen.[5] Doch wie sieht das Lagebild tatsächlich aus, wenn man die offiziellen Zahlen nebeneinanderlegt?
Wir haben den Stadtteilatlas der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) Hamburgs[1] und das Lagebild der Polizei Hamburg[2] für die Jahre 2024 und 2025 ausgewertet und zeigen, wie sicher Wandsbek im Vergleich zu den anderen sechs Hamburger Bezirken ist, in welchen Stadtteilen die meisten Straftaten registriert werden und wie sich die Lage über die letzten Jahre entwickelt hat.
- Wie viele Straftaten gab es 2025 in Wandsbek?
- Wandsbek im Vergleich: So sicher ist der Bezirk gegenüber den anderen Hamburger Bezirken
- Die häufigsten Delikte in Wandsbek
- In welchen Wandsbeker Stadtteilen ist die Kriminalität am höchsten?
- Kriminalität im Zeitverlauf
- Wer sind die Tatverdächtigen in Hamburg?
- Häufige Fragen zur Kriminalität in Wandsbek
- Quellen
Wie viele Straftaten gab es 2025 in Wandsbek?
Im Jahr 2025 hat die Polizei im Bezirk Wandsbek insgesamt 27.048 Straftaten[1] erfasst. Das sind 1.803 Fälle weniger als im Vorjahr (28.851 Straftaten in 2024), ein Rückgang um 6,2 Prozent. Damit folgt Wandsbek dem hamburgweiten Trend: in der ganzen Stadt sanken die Fallzahlen 2025 um rund 5 Prozent auf 213.596 Straftaten, den niedrigsten Stand seit Jahren.[2]
Aussagekräftiger als die reine Fallzahl ist der Wert pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Häufigkeitszahl. Mit 456.412 Einwohnern (Stand Ende 2024)[3] ist Wandsbek der mit Abstand bevölkerungsreichste Bezirk Hamburgs. Rechnerisch ergibt sich daraus eine Häufigkeitszahl von rund 5.926 Straftaten je 100.000 Einwohner. Das ist der niedrigste Wert aller sieben Hamburger Bezirke und liegt deutlich unter dem hamburgweiten Schnitt von 11.468.[2]
Die Aufklärungsquote im Bezirk Wandsbek lag 2025 bei 45,9 Prozent[1], leicht über dem Vorjahreswert von 44,4 Prozent. Hamburgweit erreichte die Aufklärung 2025 mit 49,1 Prozent den höchsten Stand seit 1997.[2]
Wie sind die Zahlen pro 100.000 Einwohner zu lesen?
Die Polizei nutzt die Bezugsgröße Straftaten pro 100.000 Einwohner (Häufigkeitszahl), weil sie Bezirke und Stadtteile unterschiedlicher Größe erst vergleichbar macht.[4] Eine reine Fallzahl sagt für sich allein wenig aus: ein großer Stadtteil mit vielen Fällen kann pro Kopf trotzdem sicherer sein als ein kleiner mit weniger Vorfällen. Wichtig: Die im Stadtteilatlas der Polizei ausgewiesenen Fallzahlen sind amtlich. Die Häufigkeitszahlen auf Bezirks- und Stadtteilebene in diesem Artikel haben wir selbst berechnet, indem wir die erfassten Fälle 2025 durch die Melderegister-Bevölkerung Ende 2024 geteilt haben.[3] Sie dienen der Einordnung und weichen leicht von einer amtlichen Häufigkeitszahl ab.
Wandsbek im Vergleich: So sicher ist der Bezirk gegenüber den anderen Hamburger Bezirken
Stellt man die sieben Hamburger Bezirke nach Straftaten pro 100.000 Einwohner gegenüber, landet Wandsbek 2025 auf dem sichersten Platz.[1][3] Der Innenstadtbezirk Hamburg-Mitte mit dem Hauptbahnhof, St. Georg, St. Pauli und der Reeperbahn liegt mit großem Abstand an der Spitze, alle anderen Bezirke folgen dahinter.
| Rang | Bezirk | Straftaten 2025 | Je 100.000 Einwohner |
|---|---|---|---|
| 1 | Hamburg-Mitte | 78.923 | 25.071 |
| 2 | Harburg | 15.955 | 8.946 |
| 3 | Hamburg-Nord | 27.209 | 8.213 |
| 4 | Altona | 22.920 | 8.153 |
| 5 | Bergedorf | 8.545 | 6.364 |
| 6 | Eimsbüttel | 17.563 | 6.325 |
| 7 | Wandsbek | 27.048 | 5.926 |
Mit rund 5.926 registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt Wandsbek also klar unter dem Innenstadtwert von Hamburg-Mitte (rund 25.071) und auch unter Bezirken wie Harburg, Hamburg-Nord und Altona. Der Hauptgrund ist die schiere Einwohnerzahl: Wandsbek hat zwar in absoluten Zahlen viele Fälle, verteilt diese aber auf mehr als 456.000 Menschen und große, ruhige Wohngebiete im Norden.
Die häufigsten Delikte in Wandsbek
Wie überall in Hamburg macht Diebstahl auch in Wandsbek den größten Anteil aus. Mit Abstand auf Platz zwei stehen Körperverletzungen. Die Verteilung der wichtigsten Deliktgruppen im Bezirk Wandsbek 2025 im Überblick:
| Delikt | Fälle 2025 | Je 100.000 Einwohner |
|---|---|---|
| Diebstahl insgesamt | 10.845 | 2.376 |
| Körperverletzung insgesamt | 3.358 | 736 |
| Gewaltkriminalität (Summenschlüssel) | 997 | 218 |
| Ladendiebstahl | 1.916 | 420 |
| Diebstahl an oder aus Kfz | 1.652 | 362 |
| Fahrraddiebstahl | 1.208 | 265 |
| Gefährliche und schwere Körperverletzung | 733 | 161 |
| Wohnungseinbruchdiebstahl | 684 | 150 |
| Diebstahl von Kraftwagen | 229 | 50 |
| Raub insgesamt | 186 | 41 |
| Straßenraub | 81 | 18 |
Was hinter den nüchternen Zahlen steckt:
- Diebstahl dominiert und sinkt deutlich. Mit 10.845 Fällen ist rund jede dritte registrierte Wandsbeker Straftat ein Diebstahl. Gegenüber 2024 (12.251 Fälle) bedeutet das einen Rückgang um 11,5 Prozent.[1] Die Aufklärungsquote ist in dieser Massendeliktgruppe traditionell niedrig, bezirksweit lag sie 2025 bei rund 21 Prozent.
- Körperverletzung legt leicht zu. Die Zahl stieg von 3.264 auf 3.358 Fälle, ein Plus von 2,9 Prozent. Die Aufklärungsquote ist mit rund 84 Prozent hoch, weil sich Täter und Opfer bei Gewaltdelikten oft kennen.[1]
- Wohnungseinbruch geht zurück. 684 Fälle bedeuten ein Minus von rund 13 Prozent gegenüber 2024 (785 Fälle). Die Aufklärung bleibt mit 8,3 Prozent schwierig, weil reisende Täter die Ermittlungen erschweren.[1]
- Raub ist selten. Mit 186 Raubdelikten im ganzen Bezirk gehört diese schwere Deliktgruppe zu den seltensten. Gegenüber 2024 (158 Fälle) stieg die Zahl zwar an, bleibt aber auf niedrigem Niveau, und mehr als zwei Drittel der Fälle wurden aufgeklärt.[1]
In welchen Wandsbeker Stadtteilen ist die Kriminalität am höchsten?
Der Bezirk Wandsbek ist in 18 Stadtteile unterteilt, von der dicht bebauten Kernstadt rund um den Wandsbeker Markt bis zu den ländlich geprägten Walddörfern im Norden.[6] Die Polizei weist im Stadtteilatlas für jeden Stadtteil die Fallzahlen einzeln aus.[1] Wer wissen will, wo in Wandsbek die meisten Straftaten registriert werden, sollte zwei Zahlen kennen: die absolute Fallzahl zeigt das Geschehen, der Wert pro 100.000 Einwohner rechnet die Stadtteilgröße heraus und macht den Vergleich erst fair.
Nach absoluten Fallzahlen führt der einwohnerstärkste Stadtteil Rahlstedt die Liste an, gefolgt vom Kernstadtteil Wandsbek selbst:
| Rang | Stadtteil | Fälle 2025 | Je 100.000 Einwohner |
|---|---|---|---|
| 1 | Rahlstedt | 5.926 | 5.776 |
| 2 | Wandsbek | 3.620 | 8.912 |
| 3 | Bramfeld | 2.708 | 4.823 |
| 4 | Farmsen-Berne | 2.622 | 6.867 |
| 5 | Jenfeld | 1.900 | 6.520 |
| 6 | Marienthal | 1.567 | 10.645 |
| 7 | Eilbek | 1.512 | 6.182 |
| 8 | Poppenbüttel | 1.426 | 5.656 |
| 9 | Steilshoop | 1.197 | 6.280 |
| 10 | Tonndorf | 1.149 | 7.442 |
| 11 | Volksdorf | 1.011 | 4.711 |
| 12 | Hummelsbüttel | 761 | 3.937 |
| 13 | Sasel | 591 | 2.329 |
| 14 | Wellingsbüttel | 360 | 3.161 |
Drehst du den Blick auf die Werte pro 100.000 Einwohner, verschiebt sich das Bild deutlich. Rahlstedt rutscht dann ins Mittelfeld, weil die hohe Fallzahl auf über 100.000 Einwohner verteilt ist. An der Spitze stehen stattdessen dichter bebaute, zentrale Lagen:
| Rang | Stadtteil | Je 100.000 Einwohner | Fälle 2025 |
|---|---|---|---|
| 1 | Marienthal | 10.645 | 1.567 |
| 2 | Wandsbek | 8.912 | 3.620 |
| 3 | Tonndorf | 7.442 | 1.149 |
| 4 | Farmsen-Berne | 6.867 | 2.622 |
| 5 | Jenfeld | 6.520 | 1.900 |
| 6 | Steilshoop | 6.280 | 1.197 |
| 7 | Eilbek | 6.182 | 1.512 |
| 8 | Rahlstedt | 5.776 | 5.926 |
| 9 | Poppenbüttel | 5.656 | 1.426 |
| 10 | Bramfeld | 4.823 | 2.708 |
| 11 | Volksdorf | 4.711 | 1.011 |
| 12 | Hummelsbüttel | 3.937 | 761 |
| 13 | Wellingsbüttel | 3.161 | 360 |
| 14 | Sasel | 2.329 | 591 |
Marienthal führt das Ranking nach Häufigkeitszahl 2025 mit rund 10.645 Straftaten pro 100.000 Einwohner an. Der vergleichsweise kleine Stadtteil grenzt direkt an den Wandsbeker Verkehrsknoten, was die hohe Quote erklärt. Dahinter folgt der Kernstadtteil Wandsbek mit rund 8.912 je 100.000 Einwohner. Hier sorgen der Wandsbeker Markt, das Einkaufszentrum Quarree und die stark frequentierten Verkehrsachsen für die meisten Vorfälle, vor allem Ladendiebstahl, Sachbeschädigung und Körperverletzung.
Am ruhigsten sind die wohlhabenden Wohnlagen und die Walddörfer. Sasel (rund 2.329 je 100.000 Einwohner) und Wellingsbüttel (rund 3.161) verzeichnen die niedrigsten Werte unter den größeren Stadtteilen. Noch niedriger liegen die kleinen nördlichen Stadtteile Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt, Wohldorf-Ohlstedt und Bergstedt, die zusammen 2025 nur knapp 700 Straftaten meldeten.[1] Wenn du dir die Wohnlagen im Bezirk ansiehst, fällt auf, dass die ruhigsten Stadtteile zugleich zu den teuersten gehören.
Kriminalität im Zeitverlauf
Über die letzten Jahre haben sich die Fallzahlen im Bezirk Wandsbek in einem Korridor zwischen rund 25.500 und 30.200 Straftaten pro Jahr bewegt. Nach einem hohen Wert 2020 (29.622 Fälle) und einem starken Coronaknick 2021 (25.516 Fälle) stiegen die Zahlen bis 2023 wieder auf den Höchststand von 30.205 Fällen, sinken seither aber zwei Jahre in Folge.[1]
Erfasste Straftaten im Bezirk Wandsbek pro Jahr. Quelle: Stadtteilatlas der Polizeilichen Kriminalstatistik Hamburg.
Der Rückgang 2024 und 2025 fällt mit dem hamburgweiten Trend zusammen: In allen sieben Bezirken sanken die Straftaten zwei Jahre in Folge, vor allem getrieben von weniger Massen- und Kleinkriminalität wie Laden- und Taschendiebstahl sowie weniger Konsumentendelikten nach der Cannabis-Teillegalisierung.[2] Gemessen an der wachsenden Bevölkerung ist die Belastung pro Kopf in Wandsbek damit zuletzt klar gesunken.
Wer sind die Tatverdächtigen in Hamburg?
Hinweis zur Datenebene
Tatverdächtigen-Zahlen veröffentlicht die Polizei Hamburg nur hamburgweit, nicht auf Bezirks- oder Stadtteilebene. Der Stadtteilatlas listet ausschließlich Fälle und Aufklärung je Stadtteil, keine Tatverdächtigen-Merkmale.[1] Die folgenden Anteile gelten daher für ganz Hamburg und lassen sich nicht ohne Weiteres auf Wandsbek übertragen.
Hamburg verzeichnete 2025 mit der gesunkenen Häufigkeitszahl von 11.468 Straftaten pro 100.000 Einwohner den niedrigsten Wert seit Jahren.[2] Bei der Frage nach der Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen erfasst die Polizeiliche Kriminalstatistik ausschließlich den Pass, nicht den Migrationshintergrund. Ein in Hamburg geborener Mensch mit deutschem Pass zählt als deutscher Tatverdächtiger, auch wenn die Familie eingewandert ist.[4]
Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit
2025 hat die Polizei Hamburg insgesamt 64.516 Tatverdächtige erfasst, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang geht besonders auf die unter 21-Jährigen zurück (-7,8 Prozent). Sowohl die Zahl der deutschen (-5,6 Prozent) als auch die der nichtdeutschen Tatverdächtigen ohne ausländerrechtliche Verstöße (-8,9 Prozent) ist gesunken.[2]
Klammert man die ausländerrechtlichen Verstöße aus, also Aufenthalts- und Asyldelikte, die nur Nichtdeutsche begehen können, entfielen 2025 hamburgweit rund 52,7 Prozent der Tatverdächtigen auf deutsche Staatsangehörige (rund 30.400 Personen) und rund 47,3 Prozent auf nichtdeutsche Staatsangehörige (rund 27.300 Personen, Vorjahr 48,2 Prozent). Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger ist damit gegenüber 2024 sogar leicht gesunken. Wichtig: Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen, die ausschließlich Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz begangen haben, stieg 2025 um 29,8 Prozent. Das sind reine Kontrolldelikte und hängt unter anderem damit zusammen, dass die Bundespolizei viele zurückgestellte Vorgänge mit Bezug zum Flughafen Hamburg abgearbeitet hat.[2]
| Gruppe (Hamburg gesamt, 2025) | Anteil ohne ausländerrechtliche Verstöße |
|---|---|
| Deutsche Tatverdächtige | 52,7 % |
| Nichtdeutsche Tatverdächtige | 47,3 % |
| Nichtdeutsche Tatverdächtige, Vorjahr (2024) | 48,2 % |
Diese Zahlen gelten, wie oben erläutert, für ganz Hamburg. Eine eigene Aufschlüsselung nach Staatsangehörigkeit für den Bezirk Wandsbek veröffentlicht die Polizei Hamburg nicht, sie lassen sich also nicht ohne Weiteres auf Wandsbek übertragen.[1]
Wichtige methodische Einschränkungen
Die Zahlen sollten ohne diese Einordnungen nicht weitergegeben werden:
- Tatverdächtige sind keine verurteilten Täter. Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst Verdachtsfälle nach polizeilichem Abschluss der Ermittlungen.[4] Eine spätere Verurteilung ist damit nicht ausgesprochen, jeder Tatverdächtige gilt bis zum Urteil als unschuldig.
- Die PKS erfasst die Staatsangehörigkeit, nicht den Migrationshintergrund. Eine Aufschlüsselung nach Herkunft im weiteren Sinn gibt die Statistik nicht her.
- Touristen, Reisende und Pendler sind enthalten. Wer als Tourist beim Ladendiebstahl erwischt wird, taucht in der Hamburger Statistik auf, obwohl er anderswo wohnt. Gerade beim Wohnungseinbruch erklärt der hohe Anteil reisender Täter einen erheblichen Teil der Fälle.[2]
- Demografische Effekte sind groß. Junge Männer sind die statistisch am stärksten kriminalitätsbelastete Gruppe, unabhängig von Herkunft oder Wohnort.
- Anzeigeverhalten ist nicht neutral. Nicht jede Straftat wird angezeigt. Anzeigequoten unterscheiden sich nach Delikt, sozialem Umfeld und Wohnviertel und beeinflussen, welche Fälle überhaupt in die Statistik einfließen.
Häufige Fragen zur Kriminalität in Wandsbek
Welcher Wandsbeker Stadtteil gilt als sicherster?
Gemessen an den Straftaten pro 100.000 Einwohner ist Sasel 2025 mit rund 2.329 der sicherste der größeren Wandsbeker Stadtteile, gefolgt von Wellingsbüttel (3.161) und Hummelsbüttel (3.937). Noch niedriger liegen die kleinen nördlichen Walddörfer Lemsahl-Mellingstedt, Duvenstedt, Wohldorf-Ohlstedt und Bergstedt.
Welcher Stadtteil hat die höchste Kriminalitätsrate in Wandsbek?
Nach Häufigkeitszahl führt Marienthal das Wandsbeker Ranking 2025 mit rund 10.645 Straftaten pro 100.000 Einwohner an, gefolgt vom Kernstadtteil Wandsbek (8.912) und Tonndorf (7.442). Nach absoluten Fallzahlen liegen dagegen Rahlstedt (5.926 Fälle) und Wandsbek (3.620 Fälle) an der Spitze, weil sie deutlich mehr Einwohner haben.
Wie sicher ist Wandsbek im Vergleich zu den anderen Hamburger Bezirken?
Sehr sicher. Mit rund 5.926 Straftaten pro 100.000 Einwohner hat Wandsbek 2025 die niedrigste Häufigkeitszahl aller sieben Hamburger Bezirke und liegt deutlich unter Hamburg-Mitte (rund 25.071) sowie unter Harburg, Hamburg-Nord und Altona. In absoluten Zahlen ist Wandsbek wegen seiner Größe zwar einer der fallstärksten Bezirke, pro Kopf aber der ruhigste.
Wie hoch ist die Aufklärungsquote in Wandsbek?
Die Aufklärungsquote im Bezirk Wandsbek lag 2025 bei 45,9 Prozent, etwas niedriger als der hamburgweite Wert von 49,1 Prozent. Bei Körperverletzungsdelikten erreicht die Aufklärung im Bezirk rund 84 Prozent, bei Diebstahl dagegen nur etwa 21 Prozent und beim Wohnungseinbruch nur 8,3 Prozent.
Wie hat sich die Kriminalität in Wandsbek über die letzten Jahre entwickelt?
Die Fallzahlen bewegten sich seit 2020 zwischen rund 25.500 und 30.200 Straftaten pro Jahr. Nach dem Höchststand 2023 (30.205 Fälle) sind die Zahlen zwei Jahre in Folge gesunken, 2024 auf 28.851 und 2025 auf 27.048 Fälle. Gemessen an der wachsenden Einwohnerzahl ist die Belastung pro Kopf damit zuletzt deutlich zurückgegangen.