Wandsbek ist mit rund 456.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste der sieben Hamburger Bezirke und zugleich einer der vielseitigsten. Auf gut 147 Quadratkilometern reicht er von dicht bebauten innerstädtischen Quartieren bis zu fast ländlichen Dörfern am nordöstlichen Stadtrand.
Offiziell gliedert sich der Bezirk in 18 Stadtteile, vom riesigen Rahlstedt mit fast 96.000 Einwohnern bis zum winzigen Wohldorf-Ohlstedt mit knapp 4.900. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an den Einwohnerzahlen, vom bevölkerungsreichsten Stadtteil abwärts. Alle Zahlen stammen vom Statistikamt Nord, Stand 31. Dezember 2024.
Verwaltungstechnisch fasst der Bezirk seine Stadtteile in fünf Gebieten zusammen: das Kerngebiet im Süden (Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf, Wandsbek), das Alstertal im Nordwesten (Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel), Bramfeld mit Farmsen-Berne und Steilshoop sowie die fünf Walddörfer im Norden (Bergstedt, Duvenstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Volksdorf, Wohldorf-Ohlstedt). Wie sich diese Vielfalt auf Mieten und Lebenshaltung auswirkt, zeigt unser Mietspiegel für Wandsbek.
- 1. Rahlstedt
- 2. Bramfeld
- 3. Farmsen-Berne
- 4. Wandsbek
- 5. Jenfeld
- 6. Poppenbüttel
- 7. Sasel
- 8. Eilbek
- 9. Volksdorf
- 10. Steilshoop
- 11. Hummelsbüttel
- 12. Tonndorf
- 13. Marienthal
- 14. Wellingsbüttel
- 15. Bergstedt
- 16. Lemsahl-Mellingstedt
- 17. Duvenstedt
- 18. Wohldorf-Ohlstedt
- Ausblick: Wohin sich Wandsbek entwickelt
- Quellen
1. Rahlstedt
- Einwohner: 95.836
- Fläche: 26,6 km²
- Lage: Im Osten des Bezirks, an der Grenze zu Schleswig-Holstein
- Highlights: Alt-Rahlstedter Kirche, Naturschutzgebiete Höltigbaum und Stellmoorer Tunneltal
- Charakter: Bevölkerungsreichster Stadtteil Hamburgs, gemischt aus Villen, Jugendstil und Nachkriegssiedlungen
- Verkehr: Regionalbahn RB81 (Bahnhof Rahlstedt), U1 Oldenfelde, viele Buslinien
Rahlstedt ist nicht nur der grösste Stadtteil Wandsbeks, sondern mit rund 96.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil ganz Hamburgs. Trotzdem wirkt er an vielen Stellen kleinteilig: zentrale Lagen rund um Alt-Rahlstedt sind von Villen und Jugendstilhäusern aus dem frühen 20. Jahrhundert geprägt, während Quartiere wie Hohenhorst und Rahlstedt-Ost als Grosssiedlungen der 1960er Jahre entstanden.
Auffallend ist der hohe Grünanteil. Gleich drei Naturschutzgebiete liegen ganz oder teilweise auf Rahlstedter Gebiet, darunter der Höltigbaum und das Stellmoorer Tunneltal. Die Anbindung läuft über den Regionalbahnhof Rahlstedt sowie die U1-Haltestelle Oldenfelde am westlichen Rand.
2. Bramfeld
- Einwohner: 53.543
- Fläche: 10,1 km²
- Lage: Im Norden des Bezirks, zwischen Steilshoop und Farmsen
- Highlights: Osterkirche, Gartenstadt Hohnerkamp, Otto-Konzernzentrale
- Charakter: Aus einem Bauerndorf gewachsenes Wohn- und Wirtschaftsquartier
- Verkehr: Bislang nur Bus, geplante U5 mit Halt am Bramfelder Dorfplatz
Bramfeld war bis zur Eingemeindung 1937 ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf und ist heute eines der grossen Wohnquartiere im Norden Wandsbeks. Den historischen Kern markiert die Osterkirche von 1913/14, daneben prägen Siedlungen wie die geschwungene Gartenstadt Hohnerkamp das Bild.
Wirtschaftlich ist Bramfeld ein Schwergewicht: Hier sitzt die Konzernzentrale der Otto Group. Verkehrlich gilt der Stadtteil seit Jahrzehnten als schlecht angebunden, denn einen Schnellbahnanschluss gibt es bislang nicht. Das soll sich mit der neuen U5 ändern, die Bramfeld in den kommenden Jahren ans U-Bahn-Netz holen wird.
3. Farmsen-Berne
- Einwohner: 39.266
- Fläche: 8,3 km²
- Lage: Im Nordosten, zwischen Bramfeld und Volksdorf
- Highlights: Gartenstadt Berne, Gartenstadt Farmsen, Trabrennbahn Farmsen
- Charakter: Wohnstadtteil aus zwei zusammengewachsenen Ortslagen
- Verkehr: U1 mit den Halten Trabrennbahn, Farmsen, Oldenfelde und Berne
Farmsen-Berne entstand aus zwei eigenständigen Ortslagen, die heute zu einem zusammenhängenden Wohnstadtteil verschmolzen sind. Architektonisch sehenswert sind die denkmalgeschützten Gartenstädte: die Gartenstadt Berne (1918 bis 1932) und die Gartenstadt Farmsen aus den 1950er Jahren.
Verkehrlich ist Farmsen-Berne gut aufgestellt, gleich vier U1-Stationen liegen im Stadtteil: Trabrennbahn, Farmsen, Oldenfelde und Berne. Namensgebend für die erste ist die Trabrennbahn Farmsen, eine feste Grösse im Hamburger Pferdesport.
4. Wandsbek
- Einwohner: 38.397
- Fläche: 6,0 km²
- Lage: Im Zentrum des Bezirks, östlich der Hamburger Innenstadt
- Highlights: Wandsbeker Marktplatz, Quarree, Christuskirche, Schimmelmann-Mausoleum
- Charakter: Verwaltungs- und Geschäftszentrum des gesamten Bezirks
- Verkehr: U1 Wandsbek Markt, dazu Regionalbahn am Bahnhof Hamburg-Wandsbek
Der namensgebende Stadtteil Wandsbek ist das funktionale Herz des Bezirks. Rund um den Wandsbeker Marktplatz mit U-Bahnhof und Busbahnhof bündeln sich Einzelhandel, Verwaltung und Verkehr, das Einkaufszentrum Quarree liegt direkt daneben.
Wandsbek war bis 1937 eine eigenständige Stadt und brachte unter anderem den Dichter Matthias Claudius hervor, dessen Wandsbecker Bothe dem Ort literarischen Ruhm verschaffte. Sehenswert sind die Christuskirche sowie das klassizistische Schimmelmann-Mausoleum. Wer mehr zur Stadtwerdung wissen will, findet das in unserer Geschichte Wandsbeks.
5. Jenfeld
- Einwohner: 29.391
- Fläche: 5,0 km²
- Lage: Im Osten, an der Grenze zum Bezirk Hamburg-Mitte
- Highlights: Jenfelder Au, Jenfeld-Haus, Helmut-Schmidt-Universität (am Rand)
- Charakter: Stadtteil mit grossen Wohnsiedlungen der 1970er Jahre
- Verkehr: Kein eigener Schnellbahnhof, Anbindung über Metrobus, U4 in Planung
Jenfeld ist stark von Wohnsiedlungen geprägt, der Ostteil entstand weitgehend als sozialer Wohnungsbau der 1970er Jahre. Im Westen liegt die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr neben Einfamilienhausgebieten.
Ein Vorzeigeprojekt ist die Jenfelder Au, ein neues Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne mit rund 770 Wohnungen und einem innovativen Wasser- und Energiekonzept. Einen Schnellbahnanschluss hat Jenfeld bislang nicht, hier soll mittelfristig die U4 Abhilfe schaffen.
6. Poppenbüttel
- Einwohner: 24.598
- Fläche: 8,1 km²
- Lage: Im Nordwesten, im Alstertal an der oberen Alster
- Highlights: Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ), Burg Henneberg, Alsterlauf
- Charakter: Wohn- und Einkaufsschwerpunkt des Alstertals
- Verkehr: S-Bahn S1, Poppenbüttel ist nördliche Endstation der Linie
Poppenbüttel ist der Versorgungsmittelpunkt des Alstertals. Das Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ), 1970 eröffnet, zählt zu den grossen Hamburger Einkaufszentren und zieht Kundschaft aus dem gesamten Nordosten an.
Daneben hat Poppenbüttel eine grüne Seite: Die Alster durchzieht den Stadtteil, am Ufer liegt der nachgebaute Henneberg-Burgwall in parkartiger Umgebung. Verkehrlich endet hier die S-Bahn-Linie S1, die seit 1918 das einst dörfliche Poppenbüttel mit der Innenstadt verbindet.
7. Sasel
- Einwohner: 24.287
- Fläche: 8,4 km²
- Lage: Im Norden, im Alstertal zwischen Poppenbüttel und Volksdorf
- Highlights: Saseler Markt, Vicelinkirche, Naturschutzgebiet Hainesch-Iland
- Charakter: Ruhiger, wohlhabender Stadtteil mit viel Einfamilienhausbebauung
- Verkehr: Kein eigener Schnellbahnhof, Bus zur S1 Poppenbüttel und U1 Volksdorf
Sasel ist ein ruhiger, grüner Wohnstadtteil und zählt zu den wohlhabenderen Gegenden Hamburgs. Das Bild bestimmen Ein- und Zweifamilienhäuser an baumbestandenen Strassen, das durchschnittliche Einkommen liegt deutlich über dem Hamburger Mittel.
Im Zentrum liegt der Saseler Markt mit der Vicelinkirche von 1961/62, hier findet auch der Wochenmarkt statt. Im Norden grenzt das Naturschutzgebiet Hainesch-Iland an. Eine eigene Schnellbahnstation fehlt, dafür sorgen Buslinien für den Anschluss an S1 und U1.
8. Eilbek
- Einwohner: 22.694
- Fläche: 1,7 km²
- Lage: Im Südwesten an der Grenze zur Hamburger Innenstadt
- Highlights: Eilbekkanal, Friedrich-Ebert-Halle, Jacobipark
- Charakter: Dicht bebauter, urbaner Stadtteil mit Nachkriegswohnungsbau
- Verkehr: U1 Wartenau und Wandsbeker Chaussee, S1 Wandsbeker Chaussee und Hasselbrook
Eilbek ist der westlichste und mit Abstand am dichtesten bebaute Stadtteil des Bezirks, gerade einmal 1,7 Quadratkilometer gross, aber Heimat von über 22.000 Menschen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Eilbek bei den Luftangriffen im Juli 1943 fast vollständig zerstört, das heutige Bild prägt daher mehrgeschossiger Wohnungsbau der Nachkriegszeit, nur vereinzelt blieben Gründerzeithäuser erhalten.
Entlang des Eilbekkanals zieht sich eine grüne Wasserlage durch den Stadtteil, am Ufer liegen Jacobipark und Friedrich-Ebert-Halle. Verkehrlich ist Eilbek gut erschlossen: Die U1 hält an Wartenau und Wandsbeker Chaussee, die S-Bahn an Wandsbeker Chaussee und Hasselbrook.
9. Volksdorf
- Einwohner: 20.608
- Fläche: 11,6 km²
- Lage: Im Nordosten, eines der fünf Walddörfer
- Highlights: Museumsdorf Volksdorf, Ohlendorff'sche Villa, Wochenmarkt
- Charakter: Wohlhabendes, von Einfamilienhäusern geprägtes Walddorf
- Verkehr: U1 mit gleich mehreren Halten, darunter Volksdorf
Volksdorf ist das grösste und bekannteste der Walddörfer und gilt als eine der gehobenen Wohnlagen Hamburgs. Überwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut, behält der Stadtteil einen vorstädtisch-gartenstädtischen Charakter mit viel Grün und Naherholungsflächen.
Touristisches Aushängeschild ist das Museumsdorf Volksdorf, das historische Bauernhäuser und altes Handwerk bewahrt. Die restaurierte Ohlendorff'sche Villa dient als Kulturzentrum, der Wochenmarkt am U-Bahnhof findet mittwochs und samstags statt. Die U1 erschliesst den Stadtteil über mehrere Stationen.
10. Steilshoop
- Einwohner: 19.902
- Fläche: 2,5 km²
- Lage: Im Norden, zwischen Bramfeld und dem Ohlsdorfer Friedhof
- Highlights: Bramfelder See, Martin-Luther-King-Kirche, Schulzentrum Gropiusring
- Charakter: Verdichtete Grosssiedlung aus den 1970er Jahren
- Verkehr: Bislang nur Bus, geplante U5 soll Steilshoop anschliessen
Steilshoop ist eine der grossen Hamburger Trabantensiedlungen, in den 1970er Jahren als geplante Grosssiedlung mit mehrgeschossigen Wohnblocks entstanden. Auf nur 2,5 Quadratkilometern wohnen hier knapp 20.000 Menschen, was den Stadtteil zu einem der am dichtesten besiedelten des Bezirks macht.
Direkt am Stadtteil liegt der Bramfelder See, ein beliebtes Naherholungsziel, im Norden grenzt der Ohlsdorfer Friedhof an. Markant ist die Martin-Luther-King-Kirche mit ihrer blauen Kachelfassade. Wie Bramfeld leidet Steilshoop unter fehlender Schnellbahn, die geplante U5 soll das beheben.
11. Hummelsbüttel
- Einwohner: 18.731
- Fläche: 9,2 km²
- Lage: Im Nordwesten, im Alstertal an der Grenze zu Hamburg-Nord
- Highlights: Raakmoor, Hummelsbütteler Feldmark, Aussichtshügel Müllberg
- Charakter: Mischung aus Einfamilienhäusern und Grosssiedlungen
- Verkehr: Bus zur U1 (Klein Borstel/Hudtwalckerstrasse) und S1 Poppenbüttel
Hummelsbüttel vereint zwei Gesichter: ruhige Einfamilienhausgebiete und grosse Wohnsiedlungen wie den Tegelsbarg, die ab den 1950er Jahren das alte Bauerndorf überformten. So mischt sich aufgelockerte Vorstadt mit verdichtetem Geschosswohnungsbau.
Der Stadtteil ist erstaunlich grün: Mit der Hummelsbütteler Feldmark und dem Naturschutzgebiet Raakmoor liegen ausgedehnte Naturflächen direkt vor der Haustür, vom 76 Meter hohen Müllberg reicht der Blick bis zur Skyline. Einen eigenen Schnellbahnhof gibt es nicht, Busse verbinden mit U1 und S1.
12. Tonndorf
- Einwohner: 15.580
- Fläche: 3,9 km²
- Lage: Im Osten des Kerngebiets, zwischen Wandsbek und Rahlstedt
- Highlights: Studio Hamburg, Opernfactory
- Charakter: Wohnstadtteil mit Gewerbe und Medienstandort
- Verkehr: S-Bahn S1, Bahnhof Tonndorf
Tonndorf ist vor allem ein Wohnstadtteil, durchsetzt mit Gewerbeflächen an den Rändern. Überregional bekannt ist der Stadtteil als Medienstandort: An der Jenfelder Allee liegt Studio Hamburg, eine der grossen deutschen Film- und Fernsehproduktionsstätten.
Kulturell ergänzt die 2012 gegründete Opernfactory das Angebot mit Oper, Operette und Musical. Verkehrlich ist Tonndorf über die S-Bahn-Linie S1 angebunden, der Bahnhof wurde 2003 grundlegend umgebaut.
13. Marienthal
- Einwohner: 13.779
- Fläche: 3,3 km²
- Lage: Im Süden des Kerngebiets, südlich des Stadtteils Wandsbek
- Highlights: Eichtalpark, Wandse, gründerzeitliche Villen
- Charakter: Gehobener Wohnstadtteil mit Villen- und Einfamilienhauscharakter
- Verkehr: Kein eigener Schnellbahnhof, Nähe zu U1 Wandsbek Markt, Regionalbahn
Marienthal entstand als Villenvorort des damaligen Wandsbek und hat seinen gehobenen, grünen Charakter bis heute bewahrt. Statt dichter Bebauung dominieren Einzelhäuser und Villen mit grossen Gärten, das durchschnittliche Einkommen liegt klar über dem Hamburger Schnitt.
Durch den Stadtteil fliesst die Wandse, an ihrem Lauf liegt der Eichtalpark, eine der schönsten Grünanlagen im Osten Hamburgs. Eine eigene Schnellbahnstation fehlt, dafür ist der U-Bahnhof Wandsbek Markt schnell erreichbar.
14. Wellingsbüttel
- Einwohner: 11.168
- Fläche: 4,1 km²
- Lage: Im Nordwesten, im Alstertal an der Alster
- Highlights: Wellingsbütteler Torhaus und Herrenhaus, Alsterwanderweg
- Charakter: Wohlhabender Villenstadtteil entlang der Alster
- Verkehr: S-Bahn S1 mit den Halten Wellingsbüttel und Hoheneichen
Wellingsbüttel ist ein gehobener Wohnstadtteil im Alstertal, geprägt von Villen entlang der Alster. Das durchschnittliche Einkommen zählt zu den höchsten im Bezirk.
Architektonisches Wahrzeichen ist das Herrenhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts samt zugehörigem Torhaus von 1757. Direkt am Wasser verläuft der Alsterwanderweg, ein beliebtes Ausflugsziel. Die S-Bahn-Linie S1 bedient den Stadtteil mit gleich zwei Stationen.
15. Bergstedt
- Einwohner: 10.822
- Fläche: 7,1 km²
- Lage: Im Norden, eines der fünf Walddörfer
- Highlights: Bergstedter Kirche (Feldsteinkirche), Naturschutzgebiet Timmermoor
- Charakter: Dörflich geprägter Stadtteil mit Einfamilienhäusern
- Verkehr: Bus zu den U1-Stationen Hoisbüttel, Buckhorn und Volksdorf
Bergstedt gehört zu den Walddörfern und hat sich seinen dörflich-vorstädtischen Charakter bewahrt. Das Bild bestimmen Einfamilienhäuser, viel Grün und kleine Ortslagen.
Geistiger Mittelpunkt ist die Bergstedter Kirche, eine Feldsteinkirche aus dem frühen 13. Jahrhundert. Eine direkte Schnellbahn gibt es nicht, Busse verbinden mit den U1-Bahnhöfen Hoisbüttel, Buckhorn und Volksdorf.
16. Lemsahl-Mellingstedt
- Einwohner: 7.031
- Fläche: 7,9 km²
- Lage: Im Norden, eines der fünf Walddörfer an der Landesgrenze
- Highlights: Reetdachhäuser des alten Bauerndorfes, wald- und wiesenreiche Lage
- Charakter: Ländlich geprägt, höchste Eigenheimquote Hamburgs
- Verkehr: Bus zur U1 Ohlstedt und zur S1 Poppenbüttel
Lemsahl-Mellingstedt ist einer der kleinsten und ländlichsten Stadtteile Wandsbeks. Wald, Wiesen und gut erhaltene Reetdachhäuser geben dem ehemaligen Bauerndorf seinen Charme, die Eigenheimquote zählt zu den höchsten in ganz Hamburg.
Eine direkte S- oder U-Bahn gibt es nicht. Buslinien verbinden den Stadtteil mit dem U-Bahnhof Ohlstedt und dem S-Bahnhof Poppenbüttel, beide jeweils einige Kilometer entfernt.
17. Duvenstedt
- Einwohner: 5.940
- Fläche: 6,8 km²
- Lage: Nördlichster Stadtteil Wandsbeks und ganz Hamburgs Nordostspitze
- Highlights: Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook mit freilebendem Rotwild
- Charakter: Dörflicher, wohlhabender Stadtteil am Stadtrand
- Verkehr: Anbindung über Buslinien, kein Schnellbahnhof
Duvenstedt liegt an der nordöstlichen Spitze Hamburgs und ist einer der ländlichsten Stadtteile des Bezirks. Dörfliche Strukturen und ein hoher Anteil an Eigenheimen prägen den wohlhabenden Stadtteil.
Namensgeber ist der Duvenstedter Brook, ein grosses Naturschutzgebiet an der Stadtgrenze, das vor allem für sein freilebendes Rotwild bekannt ist. Eine Schnellbahn gibt es nicht, die Anbindung läuft über Buslinien.
18. Wohldorf-Ohlstedt
- Einwohner: 4.839
- Fläche: 17,3 km²
- Lage: Im Norden, eines der fünf Walddörfer an der Stadtgrenze
- Highlights: Wohldorfer Wald, Herrenhaus Wohldorf, Nähe Duvenstedter Brook
- Charakter: Waldreichster und einer der exklusivsten Stadtteile Hamburgs
- Verkehr: U1, Ohlstedt ist nördliche Endstation der Linie
Wohldorf-Ohlstedt entstand 1872 aus zwei Ortschaften und gilt als einer der wohlhabendsten Stadtteile Hamburgs. Stattliche Villen auf grosszügigen, parkartigen Grundstücken prägen das Bild der beiden Ortslagen.
Den Charakter bestimmt vor allem der Wohldorfer Wald, der grösste zusammenhängende Wald im Hamburger Stadtgebiet, direkt benachbart liegt das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook. Verkehrlich endet hier die U1: Ohlstedt ist die nördliche Endstation der Linie.
Ausblick: Wohin sich Wandsbek entwickelt
Das grösste verkehrliche Projekt der kommenden Jahre ist die neue U5. Sie soll endlich Schnellbahn nach Bramfeld und Steilshoop bringen, zwei dicht besiedelte Stadtteile, die seit Jahrzehnten ohne U- oder S-Bahn auskommen müssen. Auch für Jenfeld ist mit der geplanten U4-Verlängerung ein Schnellbahnanschluss im Gespräch.
Beim Wohnungsbau setzen sich Entwicklungen wie die Jenfelder Au auf der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne fort, während die Walddörfer und das Alstertal ihren grünen, eher exklusiven Charakter behalten. Wer den Bezirk wirklich kennenlernen will, kommt um einen Streifzug durch die Stadtteile nicht herum, denn vom Hochhausquartier bis zum Reetdachdorf bringt jeder seinen eigenen Charakter mit. Mehr Lust auf Erkundung? Unsere Sehenswürdigkeiten in Wandsbek sind ein guter Startpunkt.